Hallo Blogleser,
Heute gibt es noch mal zwei Teile von Ginas Tagebüchern zu lesen. Das soll nicht langweilig werden, aber ich würde die Sache gerne noch etwas vorantreiben, denn irgendwann in Kürze ist noch ein Teil geplant und wir möchten abwechslungsreich bleiben.
Es gibt so viel hier zu posten, wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen. Viel Spaß also erst einmal damit. So lernt ihr auch die Creatable World Puppen etwas besser kennen.
Deshalb gibt es auch gleich zwei Einträge hintereinander. Viel Spaß beim Lesen!
Ich verabschiede mich auch schon einmal vorab, bevor es losgeht.
Also, ein fangtastisches Wochenende und eine klauenstarke Woche,
💚💜💚
Clawdeen Wolf und Freunde
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Sonntag, 3.10.2019
Lieber Gino,
Ich habe mich inzwischen beinahe schon an meine neue Umgebung
gewöhnt. Aber jetzt muss ich dir erst einmal schreiben, es ist
nämlich etwas aufregendes passiert:
Ich habe hier schon eine Freundin gefunden!
Sie ist auch erst gestern
hierher gezogen. Aber ich weiß schon einiges über sie, und wir
haben vieles gemeinsam, du wirst staunen!
Aber alles der Reihe nach.
Gestern haben wir weiter Papas
Pizzeria eingerichtet,
Oma, Opa, die im Moment noch zu Besuch sind, Mama, Papa und ich. Aber
weil ich noch Hausaufgaben machen wollte, habe ich mich an einen
Tisch im Gastraum gesetzt. Da war ich so vertieft, dass ich alles um
mich herum vergessen habe, auch, dass Papa noch Besuch erwartete von
einem wichtigen Vertreter, der ihm einen Pizzaofen verkaufen wollte.
Und als ich mit den Aufgaben fertig war, habe ich meinen Block und
meine Buntstifte hervorgeholt und vor mich hin gemalt.
Ich
habe dann gar nicht gemerkt, dass jemand neben mir stand und mir
zuschaute, aber plötzlich fragte eine Stimme
direkt neben mir, was ich denn zeichne? Zuerst hab ich mich etwas
erschreckt, aber als ich dann aufsah, stand ein Junge in genau meinem
Alter vor mir, mit dunkler Haut und cooler Kurzhaarfrisur und einem
Hut auf. Dachte ich!
Ich hab ihn gefragt, wie er denn heißt, und er sagte, sein Name sei
Riley Johnson, und als ich ihm sagte, ich sei Gina, hat er mich
gefragt, ob das nicht ein Mädchenname sei. Da hab ich ihm natürlich
erzählt, dass ich auch ein Mädchen bin, und dann hat er gelacht und
gesagt, er sei auch eines! Da mussten wir dann natürlich beide
lachen.
Ich habe Riley dann gefragt, wie sie denn herein gekommen wäre, und
sie hat gesagt, ihr Papa sei der Vertreter, auf den mein Papa so
lange gewartet hätte, und die beiden wären in der Küche. Sie hätte
so lange draußen im Auto sitzen bleiben sollen, und als
es so lange dauerte, hätte meine Mama sie
gesehen und sie gefragt, ob sie nicht auch hereinkommen wolle, und
das hat sie dann auch getan.
Wir haben dann da am Tisch gesessen und uns unterhalten und
festgestellt, dass wir sehr viel gemeinsam haben!
Zum Beispiel hat Riley gestern Geburtstag gehabt, nur 3 Tage später
als ich. Und sie kommt auch aus dem Ausland hierher – na ja, nicht
aus Italien oder Spanien, sondern aus den USA.
Ihr Papa, den sie
Daddy nennt, war sehr froh, dass er in Deutschland seine Firma
vertreten durfte, denn dort, in Nashville Tennessee, hat es ihm nicht
mehr so gut gefallen. Sie sagte, der Präsident hätte ihrem Daddy
und ihrer Mom Sorgen gemacht, und deshalb seien sie nun ausgewandert.
Von Politik verstehe ich nicht so viel, aber wenn ich ihn im
Fernsehen sehe, mag ich ihn gar nicht und auch nicht, was er so macht
oder tut.
Außerdem ist auch Riley gerne wie ein Junge gekleidet, hat aber auch
eine tolle Perücke für die Gelegenheiten, wo man eben adretter
aussehen muss.
Und sie geht ab Montag in die gleiche Klasse wie ich! Das ist
besonders toll, denn ich hatte ja schon Angst, dass ich hier wieder
keine Freunde finde, und Riley natürlich auch.
Aber jetzt kommt das allercoolste:
Als ihr Daddy mit Papa aus
der Küche kam, hat er ihr erzählt, dass sie eine Wohnung gefunden
hätten. Und weißt du auch, wo? Im gleichen Haus wie ich! Ist das
nicht der Wahnsinn?
Jetzt können wir immer zusammen Hausaufgaben
machen oder spielen, auch, wenn wir nicht die gleichen Hobbys haben,
aber ich finde ihre auch interessant und sie meine.
Riley interessiert sich zwar nicht ganz so sehr für Tiere, aber
dafür für die Sterne, und sie sieht abends gerne mit dem Teleskop
in den Himmel.
Sie mag auch gerne Computergames und spielt gerne mit ihrer
Playstation – naja, die mag ich auch. Da können wir dann jetzt
zusammen spielen, sie hat wohl ein paar ganz coole Spiele.
Außerdem malt sie zwar nicht, aber sie tanzt sehr gerne.
Ihre Mutter
war in Nashville Tanzlehrerin und will sich hier auch ein Studio
aufbauen.
Riley selbst versteht inzwischen auch etwas von manchen
Tänzen. Ballett kann sie zwar, mag es aber nicht so sehr, sie tanzt
lieber Hiphop und Squaredance, das ist ein Western-Tanz. Der wird in
ihrer Heimat zwar fast nur von den Weißen getanzt, aber Riley macht
es Spaß und sie mag auch Countrymusik und sie hat gesagt, wenn ich
mag, bringen
sie und ihre Mom es mir bei.
Sie hat erzählt, in Nashville wären ganz viele Lokale, und überall
spielten die tollsten Countrybands.
Ich glaube, sie hat etwas Heimweh. Aber wir sind ja jetzt Freunde,
und ich glaube, das hilft.
Ich klebe hier auch mal ein paar Bilder von Riley ein, die sie mir geschenkt
hat. Meine Mama will auch ein paar coole von ihr machen, die Riley
dann ihrer Mom zu Weihnachten schenken will.
Was gibt es sonst noch neues? Meine Oma hat mir einen selbst gemachten Pullover geschickt. Er ist lila und glitzert unten, das kann man auf dem Foto nicht so gut erkennen.
Aber weißt du, was? Ich bin fast überzeugt, meine Oma glaubt, ich bin ein
Gorilla! Die Ärmel sind viiiiel zu lang. Riley hat gesagt,
vielleicht schafft ihre Mom es, den Pullover noch zu ändern, sie ist
nämlich auch eine gute Schneiderin, sagt sie.
So, ansonsten glaube ich, der Eintrag ist schon wieder lang genug
geworden.
Heute regnet es. Also machen wir gleich noch ein paar
Computerspiele. Unsere Eltern wollen noch weiter in der Pizzeria
arbeiten, sie soll ja bald eröffnet werden, und da muss alles
picobello sein.
Also mach‘s erst mal gut, alles Liebe,
Gina
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Sonntag, 13.10.2019
Lieber Gino,
Hier geht es gut voran. Diese Woche waren wir alle noch mit Einrichten und Auspacken beschäftigt, die Johnsons
auch.
Und gestern hat Papa die Pizzeria aufgemacht.
Da waren viele Leute zu
Gast, natürlich auch die Johnsons! Riley hat es gut geschmeckt und
sie hat gesagt, es wäre bestimmt toll, wenn man jeden Tag Pizza
essen könnte. Natürlich ist das nicht ganz so aufregend, wenn man
es ja immer gewöhnt ist. Und ich esse natürlich auch nicht jeden
Tag Pizza, das wäre ja langweilig. Auch nicht immer nur Nudeln. Es
gibt ganz viele tolle italienische Gerichte, am liebsten mag ich
Saltimbocca.
Übrigens hat Rileys Mutter tatsächlich noch den verunglückten
Pulli gerettet, den ich von meiner Oma bekommen habe, und die Ärmel
gekürzt. Und gleich auch noch einen für Riley genäht, so dass der
Winter nun kommen kann.
Dafür haben wir auch selbst gesorgt!
Denn in der Schule haben wir
das Häkeln gelernt, und unsere Aufgabe war es, ein Mützen- und
Schal-Set herzustellen.
Riley konnte schon etwas häkeln, aber für
mich war das noch neu. Deshalb habe ich auch die Mütze aus festen
Maschen gehäkelt und
Riley ihre aus Stäbchen.
Ihr Set ist grün, braun und beige gemustert und
meins ist aus ganz bunter Wolle, die mir sehr gut gefiel. Du weißt
ja, ich mag bunte Farben gerne und ich finde, das passt auch zu jemandem, der so gerne malt wie ich.
Ich klebe mal ein Foto von uns beiden ein, das hat Mama gemacht.
Die Mützen sind ziemlich groß. Wir haben sie beide so gehäkelt,
dass sie auch über die Perücken passen. Dann ist es noch wärmer
auf dem Kopf, wenn es draußen kalt ist.
Aber die Mütze von Riley
ist ohne die Perücke wirklich etwas groß. Meine passt dann ein
kleines bisschen besser. Aber meine echten Haare sind ja auch länger.
Und,
wie gefallen wir dir?
Schade, dass du es uns nicht sagen kannst, so als Tagebuch.
Ansonsten ist es in der Schule nicht immer ganz so lustig.
Ich meine, die Schule ist toll und macht eigentlich auch Spaß und alles, und Riley und ich lernen viel zusammen und so werde ich vermutlich auch besser in deutsch sein als in Spanisch! Es ist toll, so eine Freundin zu haben.
Aber...
Da ist so
ein Junge in unserer Schule,
der ist zwei Jahre älter als wir und kommt aus Brasilien. Er heißt Juan.
Der ist
eine echte Pest und versucht Riley und mir das Leben schwer zu
machen, wo er nur kann. Er kapiert scheinbar nicht, dass wir
eigentlich keine Jungs sind. Und er ist ein echter Schulhof-Tyrann!
Aber Riley
und ich halten zusammen, und dann ist es nicht ganz so schlimm. Es nervt nur manchmal. Wir hätten beide gerne Ruhe vor Juan.
Sonst gibt es nicht viel neues. Das Wetter ist so lala, und wir
machen viel im Haus. Wir wollen uns auch noch mehr neue Sachen häkeln, vielleicht eine Weihnachtsmütze, und Geschenke für unsere Familien.
Riley machen jetzt sehr viel zusammen. Da ist es ganz gut, dass wir uns so gut
verstehen.
Aber manchmal sind wir auch lieber für uns alleine, zum Beispiel
malt Riley nicht so gerne und ich habe gemerkt, dass ihr
Astrologiekram manchmal ziemlich langweilig sein kann, auch, wenn
Sterne gucken schon Spaß macht.
Na ja, ich sage dann auch erst einmal wieder Ciao,
alles Liebe, Gina.
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